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Das Projekt

GAARDENECKENENTDECKEN steht für Spazierengehen, Wahrnehmen, Sammeln, Träumen und Gestalten.


Ausgehend von der Idee, die Menschen im Stadtteil stärker an der Gestaltung ihres Umfelds über künstlerische Mittel zu beteiligen, gibt das Büro Soziale Stadt Gaarden mit dem Projekt UrbCulturalPlanning erste Impulse für GAARDENECKENENTDECKEN. Von einer Gruppe aktiver Gaardener*innen im Winter 2019 gegründet, bewegt sich GAARDENECKENENTDECKEN als stetig wandelnde Stadtteilinitiative und wachsendes mobiles Archiv zugleich durch Gaarden.

Um den öffentlichen Raum in Zeiten wachsender Diversität immer wieder neu in den Blick zu nehmen, ist die Initiative auf der Suche nach unterschiedlichen Wirklichkeiten und Wahr-nehmungen in und von Gaarden und geht dabei den Fragen nach, wie Gaarden gelesen wird, was fehlt und wodurch das bedingt ist und weiter welche Vorstellungen es von einem Gaarden der Zukunft gibt.

Das nebenliegende Infofaltblatt zum Projekt kannst du in folgenden Sprachen herunterladen: Deutsch, Englisch, Arabisch, Türkisch, Persisch, Kurdisch & Bulgarisch

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Aktivitäten

Mit verschiedenen Aktivitäten wie Spazier- und Erkundungsgängen, Visionswerkstätten und künstlerischen Workshops folgt GAARDENECKENENTDECKEN den Bewegungen der Bewohner*innen und nimmt die Perspektive der Benutzer*innen ein. Dabei steht das Mitsprechen und Mitmachen für alle im Blickpunkt und schafft gleichsam vielfältige Räume für neue Kontakte und Begegnungen, Austausch und Toleranz, sowie für andere Erzählungen über Gaarden.


Da Kunst mit ihrer imaginären Kraft ein wichtiger Kollaborateur im Geflecht der Stadt ist, werden mit künstlerischen Techniken und ästhetischen Methoden das Gedächtnis, das Nicht-Sichtbare, das Erzählte, das Flüchtige und die Bilder von Gaarden durchwandert und eingefangen. 



In einem mobilen Archiv von Gaardener*innen, das Archiv als soziales Netzwerk versteht, verdichtet sich die Vielschichtigkeit des Gesammelten mit unter-schiedlichen Orten und Zeiten in Form von Mental Maps, Zeichnungen, Slam-Poetry,Calligraffiti, Tonaufnahmen, Fotografien und Kurzfilmen – und lässt im Zusammenhang städtischer Prozesse aktuelle Themen und Fragestellungen sichtbarwerden.

Von der Künstlerin Nadine Gutbrod zusammen-getragen, formt sich das Archiv ständig neu, wächst weiter und wird auf Gaarden´s Straßen sichtbar, sowie online zugänglich gemacht.


 

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Werkstätten

Wie sähe ein Gaarden der Zukunft aus, das sich aus der imaginären Kraft der Kunst stetig neu entwickelt, starkes Zusammenleben und mehr Miteinander im Stadtteil in das Blickfeld der Öffentlichkeit rückt?


Unter dieser Frage wurden von Februar bis Juni 2020 Visionswerkstätten an verschiedenen Ecken und Plätzen in Gaarden eröffnet, sowie coronabedingt online weitergeführt.
Werkstatt hier steht für Öffnen, Zusammenkommen, Austauschen, Zuhören, Sammeln, Voneinander Lernen und Mitmachen.


Durch zahlreiche Gespräche und Diskussionen mit Gaarder*innen, von Jung bis Alt geschriebene und gemalte Träume, Wünsche und Ideen, wurde eine Vielzahl an Bedürfnissen gesammelt, aus denen sich fünf sehr bedeutende Themen abzeichneten:

 

MEHR GRÜN & MEHR BLUMEN

MEHR RESPEKT

MEHR SICHERHEIT

MEHR MITEINANDER

MEHR SAUBERKEIT

Visionen für Gaarden
 

Aktionswochen

Seit September 2020 werden die aus den Visions-werkstätten genannten Themen in verschiedenen Workshops, in Zusammenarbeit mit sozialen und kulturellen Einrichtungen und Künstler*innen, mit künstlerischen Techniken und ästheischen Methoden wie Calligraffiti, Stencils Schablonendruck und Slam-Poetry ergründet und in Form von kleinen Aktionen, Happenings und Performances auf die Straßen von Gaarden getragen.

Coronabedingt mussten geplante Workshops zu den Themen MEHR SICHERHEIT, MEHR MITEINANDER und MEHR SAUBERKEIT auf Frühling/Sommer 2021 verschoben werden.

Mehr Respekt_Kaiserstraße 57.jpg
 

Doku

Die GaardenEckenEntdecken–Dokumentation ist da!

 

Von September 2019 bis September 2021 fand in Gaarden ein Beteiligungsprozess unter dem Titel „GaardenEckenEntdecken“ mit dem Ansatz des Cultural Planning, ein Stadtentwicklungsansatz, der sich kreativer Methoden künstlerischer und/oder kultureller Methoden bedient, statt. 

Ziel des Prozesses war es, die Aufenthaltsqualität in Gaarden zu verbessern und die Nachbarschaft zu stärken. Der Prozess war in drei Phasen unterteilt und wurde von der Künstlerin Nadine Gutbrod geleitet: Die erste Phase, das Cultural Mapping, diente dazu, herauszufinden, was die Menschen im Stadtteil bewegt, an welchen Orten halten sie sich gerne auf und wo nicht? In der zweiten Phase wurden Visionen, Träume und Wünsche für Gaarden gesammelt und in der dritten Phase Ideen und Themen von den Bewohner*innen aufgegriffen und Projektideen in Form von künstlerisch kreativen Formaten gemeinsam mit ihnen entwickelt und umgesetzt. 

Die Dokumentation der vielfältigen Aktivitäten und Ergebnisse wurde nun in drei Broschüren unter den Titeln WAHRNEHMEN, TRÄUMEN und MACHEN festgehalten. Die Broschüren sind sowohl online, als auch gedruckt in den Büros für Stadtteilentwicklung am Vinetaplatz 2 einsehbar.

 

GAARDEN SOZIAL STARK ist ein gemeinschaftliches Kunstprojekt, das im Stadtteil Gaarden mit dem Bauen und Gestalten einer Skulptur, Menschen aus verschiedenen Personen-, Sprach-, und Kulturkreisen zusammenbrachte.

Von der Initiative GaardenEckenEntdecken initiiert und mit 2 Projektpartner:innen scriptum und kucoa.de startete das Projekt mit einer Ideenwerkstatt im August 2021 auf einer Grünfläche im Quartier Sandkrug. In Kooperation mit der Kita Sternschnuppe, AWO Betreutes Wohnen Sandkrug 34 und dem Nachbarschaftstreff Wir10 wurden gemeinsam mit den Bewohner:innen Ideen und Wörter für ein sozial starkes Gaarden, sowie wiederverwendbares Material wie Holz, Metall oder Pappe für die Skulptur auf einem Spaziergang gesammelt.

Im September 2021 fand die mehrtägigen Kunstaktion in einem Hinterhofgarten in der Augustenstraße 36, im Quartier Zentrales Gaarden, statt. Mit einer Vielzahl an Besucher:innen aus verschiedenen Nachbarschaften wurde an 4 Tagen das Wort GAARTEN als Holzkonstruktion gebaut und an in der Erde fest verankerten Pflöcken festgeschraubt. Dafür wurden auf der Straße gesammelte Materialien, sowie alte nicht mehr brauchbare Gegenstände in verschiedenen Blautönen angesprüht, die die Wort-Holzkonstruktion damit auskleideten.

Mit einem kleinen Quartiersfest, als Ausgang des Projektes, wurde das aus vielen Händen geschaffene Kunstobjekt, mit Musik, Tanz und selbstgemachtem Essen gefeiert.

 

Künstlerische Leitung: Nadine Gutbrod

Künstler:innen: Beate Ebert & Marleen Krallmann

Filmische Dokumentation: Albertine Mietusch

Musik: Martin mit der Mandoline

Gefördert durch: Landeshauptstadt Kiel

Gaarden Sozial Stark